San Francisco. Der US-Mitfahrdienst Uber will Insidern zufolge bei seinem Börsengang Aktien im Wert von rund zehn Milliarden Dollar (8,9 Milliarden Euro) auflegen. Eine entsprechende Ankündigung dürfte am Donnerstag erfolgen, sagten mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Den Plänen zufolge könne der Handel an der US-Börse Anfang Mai aufgenommen werden. Allerdings sei noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Ein Uber-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Zuletzt war der Konkurrent Lyft Ende März an die Börse gegangen.

Der Uber-Konkurrent platzierte seine Aktien dank einer regen Nachfrage von Investoren am oberen Ende der von 70 bis 72 Dollar reichenden Preisspanne an der US-Technologiebörse Nasdaq. Das Unternehmen kam damit auf eine Marktbewertung von rund 24 Milliarden Dollar (21,39 Milliarden Euro).

Die Marktbewertung Ubers dürfte allerdings wesentlich höher liegen - bei bis zu 120 Milliarden Dollar. Uber hat sich zuletzt mit einem milliardenschweren Zukauf im Nahen Osten gestärkt.

Für 3,1 Milliarden Dollar werde der Rivale Careem übernommen, teilte der US-Konzern Ende März nach monatelangen Verhandlungen mit.

Dem Börsen-Kandidat gelingt damit nach einer Reihe von Rückschlägen im Ausland ein wichtiger Erfolg. Mit dem Zukauf setzt sich Uber in einer stark umkämpften Region durch, der große Wachstumschancen zugetraut werden.

Der Fahrdienstvermittler Careem ist im Nahen Osten, Nordafrika, Pakistan und der Türkei stärker aufgestellt als Uber.