(ede) Der geplante Börsengang der Aufzugssparte von Thyssenkrupp ließ am Freitag die Aktien des Unternehmens abheben. Die Papiere stiegen um bis zu 20,5 Prozent. Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff will den kriselnden Stahlkonzern mit einer radikalen Kehrtwende zurück in die Spur bringen. Das seit Jahren verfolgte Stahl-Joint-Venture mit dem indischen Rivalen Tata Steel wird ebenso zu den Akten gelegt wie die von Kerkhoff im Herbst vorgeschlagene Konzernaufspaltung. Thyssenkrupp werde sich stattdessen grundlegend neu ausrichten, hieß es. Hierzu gehöre der Vorschlag an den Aufsichtsrat, die lukrative Aufzugssparte an die Börse zu bringen. Die Sparte, an der der finnische Konkurrent Kone Interesse angemeldet hatte, werde höher bewertet als der ganze Thyssenkrupp-Konzern, sagte Kerkhoff. Die Stahlsparte Business Area Steel Europe soll nun wieder in den Konzern eingliedert werden. Im Rahmen der Neuausrichtung würden 6000 Stellen abgebaut, zwei Drittel davon in Deutschland, kündigte Kerkhoff an. Die Arbeitnehmervertreter fordern nun ein klares Zukunftskonzept.

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