Washington. US-Präsident Donald Trump hat Großbritannien umfangreiche bilaterale Wirtschaftskooperation in Aussicht gestellt. Bei einem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May und Wirtschaftsvertretern aus beiden Ländern am Dienstag sagte Trump, er hoffe auf ein "sehr, sehr umfangreiches Handelsabkommen" nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens. May warb bei dem Treffen dafür, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern weiter auszubauen.

Frostige Begrüßung

Das Treffen zwischen Trump und May ist jedoch frostig ausgefallen. Der erwartete Handschlag zwischen den beiden blieb aus, als Trump und First Lady Melania von May und ihrem Ehemann Philip im britischen Regierungssitz Downing Street in London empfangen wurden.

Trumps Verhältnis zu May wurde immer wieder erschüttert von dessen öffentlicher Kritik am Brexit-Kurs der Regierungschefin und Sympathiebekundungen für ihren innerparteilichen Widersacher Boris Johnson. 

Treffen mit der Queen

Der US-Präsident hatte seinen dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien am Montag begonnen. Am Abend wurde er von Queen Elizabeth II. zu einem Staatsbankett im Buckingham-Palast empfangen. Bei den politischen Gesprächen mit May am Dienstag soll es vor allem um Wirtschaftsfragen gehen.

Nach dem Arbeitsfrühstück, an dem auch zehn Konzernchefs aus den USA und Großbritannien teilnahmen, sind Gespräche im Amtssitz der Premierministerin in der Downing Street geplant. Trump hatte den Briten schon am Montag auf Twitter versichert, ein "großes Handelsabkommen" mit den USA sei möglich, wenn sie sich erst einmal von den "Fesseln" der EU befreit hätten. (apa, afp)