• vom 27.08.2001, 00:00 Uhr

International

Update: 07.04.2005, 15:40 Uhr

YLine bekommt künftig von Schuldnern kein Geld mehr




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Die Situation um das börsenotierte Wiener Internet-Unternehmen und Softwarehaus YLine spitzt sich zu. Laut einer vertraglichen Vereinbarung zwischen YLine und dem Computerhersteller IBM müssen YLine-Geschäftspartner von nun an alle offenen Beträge, die sie YLine schulden, künftig an IBM entrichten oder gerichtlich hinterlegen, um schuldbefreiend zahlen zu können. Durch die Zession fließe YLine keine Liquidität mehr zu und das Unternehmen werde "ausgetrocknet", meinte der Insolvenzexperte des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV), Alexander Klikovits. die Situation um YLine sei damit "sehr dramatisch". Die YLine-Aktie stürzte Freitag an der Nasdaq Europe um fast 25% ab.


YLine hat kürzlich die seit 1999 andauernde Partnerschaft mit IBM aufgekündigt und gegen IBM wegen "Nichteinhaltung des Vertrags, missbräuchlicher Verwendung der marktdominierenden Stellung und Anwendung unfairer Geschäftsmethoden" geklagt. YLine fordert von IBM 42 Mill. Euro (578 Mill. Schilling) an aufgewendeten Kosten zurück, ihrerseits schuldet YLine IBM rund 14 Mill. Euro, die Ende Juli fällig gewesen wären.

YLine hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2000 mit 37,715 Mill. Euro (519 Mill. Schilling) in der Kreide beendet. Das ist drei Mal so viel wie im Jahre 1999. Damit überstiegen die Verbindlichkeiten der YLine Business Service AG im vergangenen Jahr sogar den Umsatz, obwohl sich dieser im Jahr 2000 - wie berichtet - von 3,861 auf 34,125 Mill. Euro (470 Mill. Schilling) fast verzehnfacht hat. Der Verlust vor Steuern hat sich im vergangenen Jahr von 5,745 auf 14,784 Mill. Euro fast verdreifacht.



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Dokument erstellt am 2001-08-27 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 15:40:00


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