Berlin. Der geplante Mietendeckel in Berlin wird voraussichtlich weniger Mietsenkungen bringen als zuletzt zu erwarten war. Die rot-rot-grüne Koalition hat sich auf Änderungen am bisherigen Vorschlag verständigt, wie Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Freitag sagte. Demnach liegen die Mietobergrenzen in den nächsten fünf Jahren zwischen 5,95 Euro und 9,80 Euro.

Bis zu diese Grenzen dürfen Vermieter die Nettokaltmieten gemäß der jährlichen Teuerungsrate erhöhen. Mieter können Senkungen beantragen, wenn sie mehr als 30 Prozent ihres Netto-Haushaltseinkommens dafür aufwenden müssen.

Grundlage für Mietobergrenzen soll der Mietspiegel von 2013 sein, nicht wie zuletzt geplant der für 2011. Zuletzt war mit einer Höchstmiete von knapp acht Euro geplant worden.

Berlin-Erholungsrally an der Börse

Die zuletzt schwer unter Druck geratenen deutschen Immobilien-Aktien mit Berlin-Portfolio haben am Freitag eine Erholungsrally gestartet, nachdem die neuen Mietpläne bekannt geworden waren. Papiere der Deutsche Wohnen sprangen im Frühhandel an der Frankfurter Börse um fast 12 Prozent an, Ado Properties um gut 9 Prozent und Vonovia um über 5 Prozent. Besonders deren Aktien hatte es zu Wochenbeginn mit Tiefstständen seit 2017 arg gebeutelt. (apa/dpa)