Die Lücken sind offensichtlich: Laut Analysehaus CoreLogic waren etwa 70 Prozent aller Schäden an Häusern, die während der Überschwemmungen von Harvey überflutet wurden, nicht durch eine Versicherung abgedeckt. Die Regierung bietet die meisten Hochwasserschutz-Versicherungen in den Vereinigten Staaten an. Die Lücken bedeuten, dass das Risiko nicht angemessen bewertet wird. Die Kosten für eine durchschnittliche Versicherung in der risikoarmen Green Bay (Wisconsin) sind dreimal so hoch wie in Gulfport (Mississippi), einer vom Hurrikan Katrina verwüsteten Stadt, betont Burt.

Die Kosten könnten steigen

Die Bundesbehörden wollen einige dieser Probleme mit einer größeren Risiko-Neubewertung zum 1. Oktober 2020 beheben. Burts Wette ist, dass dies zu erheblichen Kostensteigerungen führen wird. Das könnte die Hauspreise drücken und zu Hypothekenausfällen führen. Das wiederum dürfte die Schwankungen der RMBS-Preise erhöhen. Burt erwartet eine Korrektur, die in den nächsten sechs bis 18 Monaten beginnen könnte. "Ich wette, dass viele regionale Märkte als Reaktion auf steigende Kosten im Zusammenhang mit den geografischen Risiken starke Preisrückgänge erfahren werden", sagt Burt.

Seine These birgt viele Risiken. In den vergangenen Jahren haben sich die RMBS-Preise nach Katastrophen wie Harvey wieder erholt. Der Bund hat sich mit Hilfsmaßnahmen eingeschaltet, wenn Schäden nicht durch eine Hochwasserschutzversicherung gedeckt waren. Burt glaubt dennoch an seinen Erfolg. So könnte der Wiederaufbau ausfallen, wenn es zu einem wirtschaftlichen Abschwung komme. "Es hat sich etwas aufgebaut", sagt Burt. "Und wenn die Korrektur kommt, wird sie wahrscheinlich umfangreicher sein als die Leute erwarten." (apa, reuters)