Mailand. Die UniCredit konkretisiert angeblich ihren Plan, das Auslandsgeschäft - darunter ihre Töchter in Deutschland und Österreich - in eine Auslandsholding einzubringen. Sitz der Holding wird jedoch nicht in Deutschland sein, wie in den vergangenen Wochen spekuliert wurde, sondern in Mailand, berichtete die gut informierte römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Dienstag.

Zwischen 12 und 18 Monaten wird die Gründung der neuen Holding dauern, unter deren Dach UniCredit-Töchter aus 13 Ländern, darunter Österreich, zusammengefasst werden sollen, berichtete das Blatt. Die Holding soll in einer ersten Phase 100-prozentig von der Bank Austria-Mutter kontrolliert werden. Mit der Zeit könnten strategische Partner in das Kapital der Gesellschaft einsteigen.

Details offen

Details zur Gründung der Auslandsholding sollen bei der Präsentation des neuen Entwicklungsplans in London am 3. Dezember bekannt gegeben werden. UniCredit wollte die Medienberichten zur Gründung der Holding in Mailand nicht kommentieren.

UniCredit-Chef Jean-Pierre Mustier arbeitet gerade an der neuen Strategie für die italienische Großbank. Nach einschneidenden Kostensenkungen in den vergangenen Jahren will er wieder auf Wachstumskurs gehen. Im Mai hatte der Franzose angekündigt, die Bank weniger abhängig vom italienischen Markt zu machen. (apa)