Der US-Chemiekonzern Monsanto hat eingeräumt, in einer Forschungsanlage im US-Bundesstaat Hawaii ein verbotenes und hochgiftiges Pestizid eingesetzt zu haben. Die Bayer-Tochter bekannte sich am Donnerstag vor einem Gericht in Honolulu schuldig.

Demnach ließ der Konzern 2014 in der Anlage auf der Insel Maui Mais-Saatgut und andere Pflanzen mit dem Pestizid Penncap-M besprühen, obwohl das Mittel ein Jahr zuvor verboten worden war. Aus den bei Gericht eingereichten Unterlagen geht zudem hervor, dass Mitarbeiter des Konzerns eine Woche nach dem Besprühen angewiesen wurden, auf die Felder zu gehen, obwohl eine Frist von 31 Tagen hätte eingehalten werden müssen.

Die Bayer-Tochter ist auch wegen Glyphosat im Zentrum mehrerer Gerichtsverfahren

Monsanto hat sich bereit erklärt, eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Dollar (neun Millionen Euro) zu zahlen. "Das rechtswidrige Verhalten in diesem Fall stellte eine Bedrohung für die Umwelt, die umliegenden Gemeinden und die Monsanto-Arbeiter dar", sagte der für den Fall zuständige kalifornische Staatsanwalt Nick Hanna.

Die Bayer-Tochter Monsanto steht im Zentrum zahlreicher Gerichtsverfahren in den USA, in denen die Kläger Glyphosat-haltige Mittel für ihre Krebserkrankungen verantwortlich machen. (apa/afp)