Die Deutsche Bank hat Insidern zufolge einen großen Schritt gemacht beim Abbau ihrer internen "Bad Bank". Die Frankfurter verkauften Finanztitel im Wert von 50 Milliarden Dollar (rund 45 Milliarden Euro) an die US-Investmentbank Goldman Sachs, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch zu Reuters sagten.

Die Wertpapiere seien mit festverzinslichen Wertpapieren aus Schwellenländern verknüpft und in der internen Abbaueinheit geparkt gewesen, die die Deutsche Bank im Sommer eingerichtet hatte. Sprecher der beiden Geldhäuser lehnten einen Kommentar ab. Bloomberg hatte zuerst über den Verkauf berichtet. Unklar blieb, wie viel Goldman Sachs den Frankfurtern für das Portfolio bezahlt hat, und ob sie womöglich einen Abschlag in Kauf nehmen mussten.

Die Deutsche Bank hatte im Juli eine sogenannte Capital Release Unit (CRU) ins Leben gerufen und Bilanzpositionen im Wert von insgesamt 288 Milliarden Euro hineingepackt. Durch den Verkauf dieser Vermögenswerte will sie Kapital freischaufeln, das sie für ihren Konzernumbau braucht. Ende September lagen in der Abbaueinheit noch Titel im Volumen von 177 Milliarden Euro, bis Ende des Jahres soll es auf 119 Milliarden Euro reduziert werden. 2020 will das Institut die "Bad Bank" fast komplett abgebaut haben. Manche Analysten zweifeln aber, ob die Deutsche Bank damit so schnell vorankommt und ob sie die Wertpapiere auch zum gewünschten Preis losbekommt. (apa/Reuters)