Die italienische Politik zeigt sich wegen UniCredits Entwicklungsplan 2020-2023, der die Streichung von 8.000 Jobs in Italien, Österreich und Deutschland vorsieht, besorgt. Sowohl die regierende Demokratische Partei (PD) als auch die oppositionelle Lega bezeichneten den Plan als unannehmbar. Die Gewerkschaften kündigten an, Verhandlungen über den Jobabbau zu verweigern.

Pietro Bussolati, Mitglied des Parteigremiums der Demokratischen Partei (PD), warf der Bank Austria-Mutter vor, im Unternehmensplan keineswegs das "menschliche Kapital" der Bank zu berücksichtigen. "Wir stehen an der Seite der Gewerkschaften und der Arbeitnehmer und werden alles tun, damit die Jobkürzungen auf ein Minimum reduziert werden", schrieb Bissolati.

Unternehmensplan für Gewerkschaften unannehmbar

Die oppositionelle Lega will die Regierung auffordern, Maßnahmen gegen den Jobabbau bei UniCredit zu ergreifen. "Wir können nicht passiv zusehen, wie tausende Jobs gestrichen werden", so der Lega-Parlamentarier Giulio Centemero.

In einer Presseaussendung bezeichneten die stärksten italienischen Gewerkschaftsverbände den UniCredit-Unternehmensplan als "unannehmbar". "Bedingungen zu Verhandlungen über die Stellenkürzungen sind nicht vorhanden. Der Plan enthält keinerlei Initiativen zum Schutz der italienischen Identität der Bank und schützt auf keine Weise die Würde des Personals", hieß es in einem gestern veröffentlichten Schreiben. (apa)