Der Handel mit Kriegswaffen bleibt ein einträgliches Geschäft: Die 100 größten Produzenten auf diesem krisenfesten Sektor (ohne jene aus China, das sich diesbezüglich traditionell nicht in die Karten schauen lässt) haben im Jahr 2018 weltweit insgesamt Waffen und andere militärische Dienstleistungen im Wert von 420 Milliarden Dollar (379,03 Mrd. Euro) an den Kunden gebracht.

Das waren 4,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das in Stockholm ansässige Friedensforschungsinstitut SIPRI am Montag berichtete. Damit haben sich die weltweiten Waffendeals seit 2002, als SIPRI mit der Erfassung der Waffenverkäufe der "Top 100" begonnen hat, mit 47 Prozent um fast die Hälfte erhöht.

Dominiert wird die Rangliste traditionell von den großen US-Konzernen, die mit Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, Raytheon und General Dynamics gleich die ersten fünf Plätze einnehmen und insgesamt 59 Prozent des weltweiten Waffenhandels unter sich ausmachen - eine Steigerung von mehr als sieben Prozent, während russische Verkäufe leicht zurückgingen (-0,4) und nur mehr 8,6 Prozent der globalen Menge ausmachen.

Die USA, Europa und Russland stellen gemeinsam 80 der 100 größten Waffenproduzenten. Unter den Europäern hält Großbritannien (8,4 Prozent) vor Frankreich (5,5) und Deutschland (2) den höchsten Anteil und mit BAE Systems den nach den US-Giganten größten Waffenproduzenten. Die größten Steigerungen verzeichneten hier allerdings die "transeuropäischen Konzerne" Airbus und MBDA (+7,8) sowie die italienischen Waffenproduzenten (+5). Weltweit am stärksten erhöhten südkoreanische Waffenproduzenten ihre Verkäufe (+9,9), sie bleiben im Gesamtvergleich allerdings trotzdem bei einem vergleichsweise bescheidenen Anteil von 1,2 Prozent. (apa)