China befreit ab 28. Februar insgesamt 65 US-Waren von Strafzöllen. Dazu gehören Flugzeugteile und medizinische Ausrüstung, kündigte das Finanzministerium am Freitag in Peking an. Der Schritt ist Teil des zwischen beiden Ländern vereinbarten ersten Abkommens zur Beilegung des Handelsstreits, in dem sich die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte gegenseitig mit Strafzöllen überzogen haben.

Zuvor hatte China bereits angekündigt, Strafzölle auf 696 Waren aus den USA zeitweise auszusetzen. Dazu sollen Schweine- und Rindfleisch, Sojabohnen, Rohöl und Flüssiggas gehören.

Die US-Regierung geht davon aus, dass China ungeachtet der Coronavirus-Epidemie an dem vereinbarten Kauf von US-Waren festhalten wird, der ebenfalls Bestandteil des Teilabkommens ist. "Zum jetzigen Zeitpunkt erwarten wir keine Änderungen", sagte ein Vertreter des US-Finanzministeriums. "Wir gehen immer noch davon aus, dass sie ihrer Verpflichtung nachkommen."

Im Rahmen des Abkommens hat sich China dazu verpflichtet, binnen zwei Jahren zusätzliche Waren und Dienstleistungen aus den USA im Wert von 200 Milliarden Dollar (185 Milliarden Euro) zu beziehen. Die Coronavirus-Epidemie lässt allerdings bei Experten Zweifel an der Fähigkeit Chinas aufkommen, ob die vereinbarten Ziele erreicht werden können. Die Behörden haben erhebliche Reise- und Transportbeschränkungen verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. (reuters/kle)