Die Ölpreise sind am Montag wegen der Sorgen wegen der internationalen Verbreitung des Coronavirus erneut gefallen. Sowohl europäisches als auch US-Rohöl gerieten deutlich unter Druck. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in der Früh 57,13 US-Dollar (52,89 Euro). Das waren 1,37 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,16 Dollar auf 52,22 Dollar.

Das neuartige Coronavirus hält die Finanzmärkte weiter in Atem. An den Rohstoffmärkten sorgte zum Wochenstart vor allem die zunehmende Ausbreitung des Covid-19 genannten Virus für Nachfragesorgen. Aufsehen erregten zuletzt vor allem steigende Infektionszahlen in Südkorea und Italien. Damit einher geht die Befürchtung einer schwächeren Weltwirtschaft mit sinkendem Erdölverbrauch.

Die fallenden Rohölpreise setzen wiederum das Ölkartell Opec unter Druck. Bisher waren die Erdölpreise im Februar gestiegen, nachdem sie seit Jahresbeginn wegen der Virus-Krise in China deutlich gefallen waren. Die Opec-Staaten treffen sich Anfang März mit anderen großen Ölproduzenten, um über ihre Förderpolitik zu beraten. Eine zusätzliche Verringerung der bereits gedeckelten Förderung gilt als Option.

Goldpreis auf Siebenjahreshoch

Indessen profitiert Gold immer mehr von seinem Status als sicherer Anlagehafen. Am Montag stieg der Preis des Edelmetalls auf einen neuen siebenjährigen Höchststand. In der Spitze wurden für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) rund 1.679 US-Dollar gezahlt. Das ist der höchste Stand seit Februar 2013. In Euro wurde ein neuer Rekordstand von rund 1.555 Euro erreicht. Gold gilt traditionell als Absicherung in ungewissen Zeiten.

Aber auch in den als "sicheren Hafen" geltenden Schweizer Franken sind Anleger zu Wochenbeginn geflüchtet. Der Franken stieg zur Hauptexportwährung Euro auf den höchsten Stand seit mehr als viereinhalb Jahren. Die Gemeinschaftswährung kostete mit 1,0604 Franken so wenig wie zuletzt im Juli 2015. (apa/dpa/reuters)