Die Angst vor dem Coronavirus beschert den Privatjetbetreibern derzeit ein Auftragsplus. Das ergab laut dem deutschen Magazin "Wirtschaftswoche" eine eigene Umfrage unter großen Flugzeugvermittlern. "Wir sind vor Anfragen geradezu geflutet", sagte etwa Justin Lancaster, Vorstand des britischen Flugvermittlers Air Charter Services, dem Blatt.

Schwerpunkt des Business-Jet-Booms ist derzeit nicht mehr China, sondern Italien. "Für die Region haben wir seit dem Corona-Ausbruch am vergangenen Wochenende im Vergleich zum Vorjahr die dreifache Nachfrage", sagte Alain Leboursier, Verkaufsvorstand des Genfer Flugzeugvermittlers Lunajets, der "Wirtschaftswoche".

Die steigende Nachfrage stammt demnach vor allem von Unternehmensvorständen. Sie fliegen in die gerade für die deutsche Industrie als Zulieferer wichtigen Regionen Italiens und Chinas privat statt Linie. "Dann können sie bei kleineren Flughäfen direkt zur Maschine gebracht werden und abseits größerer Menschenmengen starten", sagte Leboursier. Eine zweite Gruppe sind laut Bericht wohlhabende Familien auf dem Weg in oder aus dem Urlaub. (apa/afp)