Der Ölpreis hat sich am Montagvormittag erneut auf Talfahrt begeben. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr in London bei 23,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Freitag hatte der Brent-Future zuletzt bei 25,10 Dollar notiert.

Der Brent-Preis sackte zu Wochenbeginn auf den tiefsten Stand seit November 2002 ab. Damals standen die Ölpreise infolge der Anschläge am 11. September 2001 unter Druck.

Marktbeobachter verwiesen zur Begründung für die aktuelle Talfahrt erneut auf die Sorgen der Anleger über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Neben der anhaltenden Nachfrageschwäche wegen der Corona-Pandemie, sah es zudem auch beim Preiskrieg nicht nach einer Entspannung aus. Die Streitparteien Saudi-Arabien und Russland betonten zuletzt ihre mangelnde Kompromissbereitschaft. Es habe laut dem Königshaus keine Gespräche zwischen der OPEC und Russland gegeben.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Freitag auf 24,26 Dollar pro Barrel gesunken. Am Donnerstag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 26,04 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich mit etwas tieferen Notierungen. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.620,10 Dollar (nach 1.622454 Dollar am Freitag) gehandelt. (apa/dpa)