Die asiatischen Börsen haben am Montag trotz steigender Ölpreise nach dem Beschluss beispielloser Ölförderkürzungen nachgegeben. Die im Verbund Opec+ vereinigten Ölproduzenten gaben bekannt, man habe sich nach viertägigen Marathongesprächen bereiterklärt, die Fördermenge für Mai-Juni um rund zehn Prozent des weltweiten Angebots zu reduzieren. Dennoch konnten die Händler an den asiatischen Märkte die Sorgen wegen der Corona-Krise nicht abschütteln. Die Börse in Tokio schloss im Minus. An der Börse in Frankfurt wurde am Ostermontag nicht gehandelt. Die Finanzmärkte in Australien und Hongkong waren ebenfalls feiertagsbedingt geschlossen.

"Während die Konjunkturimpulse der US-Notenbank die Ängste vor einer Finanzkrise vorerst zerstreut haben, ist die Wirtschaft weit davon entfernt, zur Normalität zurückzukehren", sagte Hiroshi Watanabe, Ökonom bei Sony Financial Holdings. Die Anleger schauten, ob die Coronavirus-Pandemie, die das globale Wirtschaftswachstum verwüstet hat, wie erhofft in den Vereinigten Staaten und Europa bald ihren Höhepunkt erreichen würde. "Während Panikverkäufe, die wir im letzten Monat gesehen haben, nachgelassen haben, will der Großteil der Investoren die Aktienkurse nicht nach oben jagen, da wir im Begriff sind, mehr Anzeichen für wirtschaftlichen Abschwung zu sehen", sagte Masahiro Ichikawa, Senior Stratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Zudem stehen in dieser Woche Bilanzzahlen von US-Unternehmen an, und China wird am Dienstag seine Handelsdaten veröffentlichen.

Die Börse in Tokio zeigte sich am Montag schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,3 Prozent tiefer bei 19.043 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,7 Prozent und lag bei 1406 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Minus. Der Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,6 Prozent auf 107,82 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,0458 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 Prozent niedriger bei 0,9633 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,0959 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0558 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,6 Prozent auf 1,2520 Dollar. (Reuters: Reporter: Hideyuki Sano Geschrieben von Katharina Loesche, Sabine Ehrhardt).