Die Ausfuhren gingen im März im Vergleich zum Vormonat um 9,6 Prozent auf knapp 188 Mrd. Dollar zurück, wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte.

Weil die Importe lediglich um 6,2 Prozent auf rund 232 Mrd. Dollar zurückgingen, vergrößerte sich das Handelsdefizit der USA deutlich: Es stieg im Vergleich zum Februar um 11,6 Prozent auf 44,4 Mrd. Dollar an.

"Der Rückgang der Exporte und Importe im März geht teilweise auf die Auswirkungen von Covid-19 zurück, weil viele Unternehmen mit begrenzter Kapazität arbeiteten oder ihre Geschäftsaktivität gänzlich einstellten", erklärte das Handelsministerium. Das Ministerium verwies zudem auf die weltweiten Reisebeschränkungen.

Das US-Handelsdefizit ist Präsident Donald Trump schon seit Langem ein Dorn im Auge. Er erreichte im Jänner nach einem fast zweijährigen Handelsstreit mit China ein Abkommen, in dem sich Peking zu deutlich mehr Importen aus den USA verpflichtet. Allerdings wurden die Effekte dieses Abkommens durch die Coronavirus-Pandemie ausradiert.

"Das ist alles weg, und der Zusammenbruch der weltweiten Handelsströme trifft auch die (US-)Exporte", schrieb Ian Shepherdson vom Beratungsunternehmen Pantheon Macroeconomics. Exporte und Importe dürften im April weiter gesunken sein, sich von Mai an aber langsam erholen. (apa, afp)