Der Mineralölkonzern BP will rund 15 Prozent seiner Stellen streichen. Diese Sparmaßnahmen kommen einerseits aufgrund der Corona-Krise, andererseites auch, weil der neue CEO, Bernard Looney, das Unternehmen weg aus dem Öl- und Gassegment, hin zu erneuerbarer Energie. Derzeit beschäftigt der Konzern rund 70.100 Personen. Looney informierte die Angestellten am Montag in einem Online-Gespräch.

"Wir beginnen jetzt mit dem Prozess, an dessen Ende rund 10.000 Personen BP verlassen werden - die meisten sogar mit Jahresende", erklärte Looney. Die Sparpläne betreffen vor allem hochrangige Bürojobs.

BP hatte schon im April angekündigt, dass es eine 25-prozentige Kostenreduktion in diesem Jahr plane. Das Coronavirus hat die Weltwirtschaft zum Erliegen gebracht - und damit auch den Hunger nach Erdöl.

Der Jobabbau diene aber auch dem Plan Looneys, das 111-Jahre-alte Traditionsunternehmen schlanker und fitter für die Zukunft zu machen - die in der Vision Looneys emissionsfreier sein wird, als die Erdöl-schwere Gegenwart. (reuters/wak)