Die spanische Großbank Santander, zweitgrößtes Geldinstitut der Eurozone, ist wegen der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen gerutscht. Wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf die Geschäfte in Großbritannien, Polen und den USA lag der Verlust in den ersten sechs Monaten bei fast 11 Milliarden Euro, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte die Banco Santander noch etwas mehr als 3 Milliarden Euro verdient.

Grund für die Abschreibungen sind vor allem niedrigere Erwartungen an die künftigen Erträge infolge der Coronakrise in den genannten Märkten. Aber auch bereinigt um die Sondereffekte hinterließ das Coronavirus tiefe Spuren in der Bilanz. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank um mehr als die Hälfte auf 1,9 Milliarden Euro. Dies geht vor allem auf eine um 63 Prozent auf 7 Milliarden Euro erhöhte Risikovorsorge zurück. (apa/dpa)