Die Europäische Zentralbank (EZB) will der von der Corona-Krise gebeutelten Wirtschaft auch im kommenden Jahr unter die Arme greifen. "Wir sollten davon ausgehen, dass die Unterstützung nach 2020 anhält", sagte EZB-Chefin Christine Lagarde in einem am Freitag veröffentlichten Interview der französischen Zeitschrift "Le Courrier Cauchois".

"Wir müssen wirklich ein Sicherheitsnetz und sehr attraktive Bedingungen bis mindestens Juni 2021 beibehalten", stellte sie in Aussicht.

Die EZB hat wegen des beispiellosen Konjunktureinbruchs infolge der Coronavirus-Pandemie massive Stützungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Im Juni stockte sie ihr "PEPP" getauftes Notfall-Anleihenkaufprogramm um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro auf.

Zudem wurden die Käufe bis mindestens Ende Juni 2021 verlängert. Über ihre großen Geldsalven - im Fachjargon "TLTRO" genannt - sorgte die Zentralbank zudem für reichlich Liquidität im Bankensystem, um den Kreditfluss an die Wirtschaft am Laufen zu halten. (reuters/kle)