In Deutschland hat die staatliche Förderbank KfW einem aktuellen Überblick des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge in der Corona-Krise bislang 78.779 Hilfsanträge im Volumen von 44,2 Milliarden Euro bewilligt.

Es würden insgesamt Anträge im Volumen von 53,9 Milliarden Euro vorliegen, über einige größere sei noch nicht entschieden worden. Bei den Fixkosten-Hilfen für kleine Firmen und den Mittelstand wurden bislang 193 Millionen Euro freigegeben. Insgesamt gibt es hier 33.898 Anträge im Volumen von 645 Millionen Euro.

Wegen der Corona-Krise hat die KfW so viele Kredite vergeben wie noch nie. Im ersten Halbjahr belief sich das Fördervolumen der Bankengruppe auf 76,2 Milliarden Euro, das war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (33,6 Milliarden Euro).

Nach einem Konzerngewinn von 904 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019 stand heuer in der Halbjahresbilanz ein Verlust von 576 Millionen Euro in den Büchern. Gründe sind vor allem eine zusätzliche Risikovorsorge und Abschläge bei Beteiligungen in der Krise. (reuters)