Der deutsche Luxusmodeanbieter Escada rutscht erneut in die Pleite. Gut zehn Jahre nach der ersten Insolvenz des damals noch börsennotierten Konzerns beantragte Escada nun beim Amtsgericht München erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, wie ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Christian Gerloff am Mittwoch sagte.

Gerloff hatte das damalige Insolvenzverfahren bereits ebenso begleitet wie die Verfahren der Modeunternehmen Gerry Weber, Rudolf Wöhrl und Hallhuber.

Das Insolvenzverfahren betreffe ausschließlich die Escada SE in Aschheim bei München und keine weiteren Gesellschaften der Unternehmensgruppe, sagte der Sprecher. Betroffen seien 180 Mitarbeiter in der Zentrale und in acht Stores in Deutschland. Ziel des Managements sei die Fortführung des Geschäftsbetriebs im Rahmen bereits eingeleiteten Restrukturierung.

Escada hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im vergangenen Jahr übernahm der US-Finanzinvestor Regent das Unternehmen von der indischen Industriellenfamilie Mittal, die nach der Insolvenz 2009 eingestiegen war. Gegründet wurde die Firma in den 70er Jahren von dem schwedischen Model Margaretha Ley und ihrem Ehemann Wolfgang Ley. (apa/reuters/swi)