In der Welt der Finanzen sind weibliche Top-Führungskräfte eine Seltenheit. Umso bemerkenswerter ist der Aufstieg von Jane Fraser (53) an die Spitze der US-Bank Citigroup. Die gebürtige Schottin übernimmt im Februar 2021 den Chefposten vom bisherigen Vorstandschef Michael Corbat, der das Geldhaus nach 37 Jahren verlassen wird, teilte die Citigroup am Donnerstag mit.

Fraser ist seit 16 Jahren bei der Citigroup beschäftigt und leitet derzeit das Privatkundengeschäft. Sie gilt an der Wall Street schon seit einiger Zeit als aufstrebender Stern. 2019 wurde die zweifache Mutter und Absolventin der Harvard Business School als künftige Chefin bei Wells Fargo gehandelt. Das Institut entschied sich dann aber für den ehemaligen JP Morgan-Manager Charles Scharf.

Ihre Karriere startete Fraser bei der Bank Goldman Sachs in London. Bevor sie zur Citi wechselte war sie Partnerin bei der Unternehmensberatung McKinsey.

Andere weibliche Spitzen-Manager in der Bankenbranche: Bei der britischen Natwest übernahm im vergangenen Jahr Alison Rose den Chefposten. An der Spitze des Aufsichtsrats der spanischen Bank Santander sitzt Ana Botin. Die Top-Posten der großen US-Institute halten bislang nur Männer inne. (Reuters)