Der schwedische Netzwerkausrüster holt sich für 1,1 Milliarden Dollar (932 Millionen Euro) den US-Anbieter von Netzwerklösungen, Cradlepoint, an Bord. Der Deal solle noch heuer über die Bühne gehen, teilten die Schweden mit. Das 2006 gegründete Unternehmen mit mehr als 650 Mitarbeitern, das Abodienste anbietet, ist der größte Zukauf für Ericsson seit mehr als zehn Jahren.

Ericsson bekommt dadurch Zugriff auf Lösungen zur Vernetzung von Geräten über 4G- sowie 5G-Netze. Cradlepoint hat seine Stärken bei Netzen für Unternehmen, die etwa eine Fahrzeugflotte miteinander vernetzen wollen. Die Akquisition soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Durch die Übernahme ändere sich nichts an den Finanzzielen für 2022, hieß es bei Ericsson.

Cradlepoint erwirtschaftete im vergangenen Jahr laut Nachrichtenagentur dpa-AFX einen Umsatz in Höhe von rund 135 Millionen Dollar. Für den von den Amerikanern beackerten Markt rechnen sich die Schweden ein Wachstum von bis zu 30 Prozent jährlich aus. Der Zukauf dürfte die operative Marge von Ericsson in den kommenden beiden Jahren mit rund 1 Prozentpunkt belasten, hieß es weiter. (apa/Reuters/dpa-AFX)