Die Ölpreise haben im asiatischen Handel am Freitag weiter nachgegeben. Am Vorabend waren sie bereits stark gefallen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 40,16 US-Dollar (34,17 Euro). Das waren um 80 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 83 Cent auf 37,90 Dollar. Damit sieht es für die Rohölpreise auf Wochensicht nach dem zweiten Rückgang in Folge aus.

Neben einer immer noch schwachen Nachfrage wegen der Coronakrise trübten enttäuschende Nachrichten aus den USA den Ausblick am Markt. Nach ergebnislosen Gesprächen im US-Kongress schwanden zuletzt die Hoffnungen auf ein neues US-Konjunkturpaket noch vor der Wahl im November.

Die Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sorgte bei der Weltreservewährung Dollar zudem für Nachfrage. Die US-Währung gilt in Zeiten der Unsicherheit als sicherer Hafen. Da Öl international in Dollar gehandelt wird, wird hierdurch der Rohöl-Import im Verhältnis teurer. (apa)