Nach dem Konjunktureinbruch wegen der Corona-Krise im Frühjahr erholt sich Spaniens Jobmarkt allmählich. Mehr als drei Viertel der wegen der Viruspandemie beurlaubten Beschäftigten sind wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt, wie aus Daten des Sozialministeriums vom Freitag hervorgeht.

Rund 83.500 Menschen haben demnach die Kurzarbeiterregelung (ERTE) im September verlassen, während etwa 728.900 Beschäftigte davon noch betroffen waren. Zum Vergleich: Im April waren dies mehr als drei Millionen Arbeitnehmer.

Von August auf September wurden unter dem Strich etwa 84.000 Jobs geschaffen - der fünfte Anstieg nach dem Corona-Absturz in Folge. In derselben Zeit sank die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 26.329 auf 3,8 Millionen, wie das Arbeitsministerium in Madrid mitteilte. Dies sei der größte Rückgang in einem September seit 1996, twitterte Ministerin Yolanda Diaz. "Diese Daten zeigen einen positiven Trend in einem immer noch unsicheren Pandemie-Szenario."

Wegen der zuletzt wieder steigenden Zahlen von Corona-Infektionen und mehr Reisebeschränkungen hatte die Arbeitslosigkeit in Spanien im August wieder zugenommen. Wegen des wichtigen Tourismussektors leidet die Wirtschaft in Spanien noch stärker als in anderen Ländern unter der Viruskrise. (apa/reuters)