Der deutsche Nutzfahrzeughersteller MAN, bei dem in Steyr in Oberösterreich die Schließung des kompletten Werks droht, will künftig verstärkt auf Elektroantriebe und Wasserstoff als Brennstoff setzen. So will das Unternehmen den Fokus beispielsweise bei Bussen im öffentlichen Personennahverkehr auf batteriegetriebene Elektrofahrzeuge legen, wie MAN am Montag in Nürnberg mitteilte.

Für Lastwagen auf der Langstrecke sollen ab 2021 die ersten Prototypen mit Wasserstoffantrieben auf die Straße kommen, hieß es weiters im Rahmen eines Betriebsbesuchs von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

"Bayern soll führender Standort für Wasserstofftechnologie werden", schrieb Söder nach dem Besuch auf Twitter. Der Freistaat arbeite mit MAN bei der Entwicklung von Lkw-Wasserstoffmotoren in Nürnberg zusammen. Man zünde jetzt einen "Forschungsturbo für grüne Technologien", schrieb Söder.

MAN wolle bei den Entwicklungsschritten eng mit bayerischen Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Im Rahmen einer sogenannten Bayern-Flotte möchte das Unternehmen gemeinsam mit bayerischen Infrastrukturbetreibern sowie Speditionspartnern Wasserstoff für den Einsatz im Straßengüterfernverkehr erproben.

MAN war zuletzt mit der Ankündigung in die Schlagzeilen geraten, sich von bis zu 9.500 Mitarbeitern trennen zu wollen. (apa, dpa)