Die Ölpreise haben am Donnerstag massiv nachgegeben. Gegen 17.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) 35,91 US-Dollar und damit rund 4,5 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vom gestrigen Mittwoch. Der Brent-Ölpreis verlor 4,1 Prozent auf 37,70 Dollar. Im Verlauf war der Brent-Preis zeitweise sogar unter 37,0 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mai gefallen.

Bereits am Vortag hatten die Ölpreise massiv nachgegeben. Belastet wurde der Markt von der Aussicht auf neue Lockdowns in mehreren Ländern und entsprechende Auswirkungen auf die Ölnachfrage. Zudem hatten auch der jüngste Abverkauf an den Börsen und der stärkere US-Dollar die Ölpreise massiv unter Druck gesetzt.

"Sicherer Hafen" US-Dollar drückt Goldpreis

"Die Risikoaversion an den Finanzmärkten hat zuletzt angesichts der rekordhohen Neuinfektionen mit Covid-19 und der Unsicherheit in Bezug auf die US-Wahlen dramatisch zugenommen", schreiben die Analysten der Commerzbank. Sie bezweifeln aber, ob die OPEC sich angesichts des Preisverfalls zu einer konzertierten Produktionskürzung durchringen kann.

Der Goldpreis notierte im Späthandel bei 1.867,92 Dollar je Feinunze (31,10 Gramm) und damit 0,62 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs. Der Goldpreis konnte zuletzt nicht von der Rolle des Edelmetalls als sicherer Anlagehafen in Krisenzeiten profitieren und hatte deutlich nachgegeben. "Anzulasten ist der Preisrutsch dem festen US-Dollar, der als sicherer Hafen gefragt war", schreiben die Commerzbank-Analysten. (apa)