Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nimmt kurz nach den Präsidentschaftswahlen keine Änderungen an ihrer bereits ultralockeren Geldpolitik vor. Der Leitzins bleibt in der extrem niedrigen Spanne von 0 bis 0,25 Prozent und die milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur gehen wie gewohnt weiter. Das teilte die Notenbank am Donnerstag in Washington mit. An den Finanzmärkten war nicht mit einer Kursänderung gerechnet worden.

Allerdings belastet die Corona-Krise die US-Wirtschaft weiterhin stark. 21,5 Millionen Menschen bezogen zuletzt eine Form von Arbeitslosenhilfe, wie neue Daten des Arbeitsministeriums am Donnerstag zeigten. Viele Wirtschaftszweige sind auf Unterstützung angewiesen. Die US-Politik hatte sich vor den Wahlen aber nicht auf ein neues Konjunkturprogramm einigen können. Bei einer weiteren Hängepartie könnte der Handlungsdruck für die Fed rasch steigen. (dpa-AFX)