Die Hoffnung auf frischen Wind für die Weltwirtschaft lockt Anleger in die asiatischen Aktienmärkte. Südkoreas Börse stieg am Montag um bis zu 1,8 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 2.459,15 Punkten und der Leitindex für die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen markierte mit 4.997,80 Zählern den höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren. Der japanische Nikkei-Index gewann zeitweise 2,6 Prozent und notierte mit 24.962,80 Stellen so hoch wie zuletzt vor fast 30 Jahren.

Mut machte Börsianern der Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl. Dadurch sinke die Gefahr internationaler Handelskriege. Außerdem setzten Investoren auf eine verstärkte Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und die Verabschiedung weiterer US-Konjunkturhilfen. Vor diesem Hintergrund kletterte die chinesische Währung auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch.

Dem japanischen Aktienmarkt gäben starke Firmenbilanzen Zusatzschub, sagte Anlagestratege Takuya Hozumi von der Bank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley. "Sie erholen sich schneller als erwartet." Besonders positiv sei das gute Abschneiden der Autobauer. So hatte Honda sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr 2020/2021 verdoppelt. Mit einem Plus von zehn Prozent verbuchten die Aktien des Fahrzeug-Herstellers den größten Tagesgewinn seit den Börsen-Turbulenzen vom März. (apa, dpa)