Die Ölpreise sind am Montag vor einem wichtigen Treffen des Ölverbunds Opec+ gestiegen. In der Früh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,27 US-Dollar (36,62 Euro). Das waren 49 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 40,70 Dollar.

Auftrieb erhalten haben die Ölpreise zuletzt von der Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Eine relativ zeitnahe Versorgung der Bevölkerung würde der schwächelnden Rohölnachfrage zugutekommen. Fachleute dämpfen jedoch den Optimismus, da eine flächendeckende Impfung einige Zeit benötigt.

Am Dienstag trifft sich ein hochrangiges Gremium des Ölverbunds Opec+, um über die Einhaltung verabredeter Förderkürzungen zu wachen. Es wird erwartet, dass sich die Experten auch mit der Förderpolitik im kommenden Jahr beschäftigen. Angesichts der angespannten Corona-Lage wird es für möglich gehalten, dass für Jänner angepeilte Produktionsanhebungen zunächst ausgesetzt werden. Ein Beschluss bereits am Dienstag gilt aber als eher unwahrscheinlich. (apa/dpa)