Der deutsche Volkswagen-Konzern will sich auf mittlere Sicht bei seinen Finanzzielen von der Corona-Krise nicht aus der Bahn werfen lassen. Der weltgrößte Autobauer blieb nach der Planungsrunde für die kommenden fünf Jahre bei seinen strategischen Zielen für 2025, wie das Unternehmen am Montag in Wolfsburg mitteilte.

"Ich bin optimistisch, dass wir dieses Jahr ordentlich abschließen", sagte VW-Chef Herbert Diess am Montag in einer Telefonkonferenz. "2022 dürften wir dann wieder auf Vorkrisenniveau sein." 2021 werde ein Übergangsjahr mit einer deutlichen Erholung bei Auslieferungen und Umsatz gegenüber dem laufenden Jahr, sagte Finanzchef Frank Witter.

Konkret rechnet VW im Jahr 2025 weiter mit einem Anteil des operativen Ergebnisses am Umsatz von 7 bis 8 Prozent, wenn Sondereinflüsse herausgerechnet werden. In einem Zwischenschritt 2022 dürften es 6 bis 7 Prozent sein, sagte Witter. Vor dem Ausbruch der Corona-Krise hatte VW für heuer schon 6,5 bis 7,5 Prozent in Aussicht gestellt. Weil die nötigen Investitionen in neue Technik nicht vernachlässigt werden sollen, wird die Forschungskostenquote bis 2022 höher liegen als bisher geplant. VW habe in den kommenden Jahren mit bedeutend weniger Umsätzen zu kämpfen als noch in der vergangenen Fünfjahresplanung anvisiert, sagte Witter.

Abspaltung von Lamborghini und Ducati in Vorbereitung

Volkswagen bereitet eine Abspaltung seiner italienische Beteiligungen Lamborghini und Ducati vor. Man arbeite an der rechtlichen Struktur der Beteiligungen, zu denen auch Italdesign gehört, sagte Konzernchef Diess laut Reuters bei der Telefonkonferenz mit Analysten. Finanzvorstand Witter fügte hinzu, eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen.