Bei den Finanzdatenanbietern kommt es zur nächsten Megaübernahme. Der US-Konzern S&P Global, Eigentümer der Ratingagentur S&P, schnappt sich für 44 Milliarden Dollar (etwa 37 Milliarden Euro) inklusive Schulden den Finanzdatenanbieter IHS Markit, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten. Es ist die größte Übernahme des Jahres.

Der Deal wird vollständig in Aktien abgewickelt. Die IHS-Markit-Aktionäre erhalten 0,2838 S&P-Aktien je Anteilsschein und werden 32,25 Prozent an dem fusionierten Unternehmen besitzen. Die S&P-Eigner werden 67,75 Prozent halten. Die Übernahme soll nach Vorliegen der entsprechenden Genehmigungen im zweiten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden.

IHS Markit hatte in der vergangenen Handelswoche ein Rekordhoch erreicht
und war am Freitag an der Börse zum Schlusskurs mit 36,9 Milliarden
US-Dollar bewertet. S&P Global bringt es auf 82,2 Milliarden
US-Dollar.

In der Datenbranche grassiert das Fusionsfieber. Im vergangenen Jahr kündigte die Londoner Börse LSE für 27 Milliarden Dollar die Übernahme des Datenanbieters Refinitiv an. Die LSE wartet aber immer noch auf grünes Licht der europäischen Wettbewerbshüter. Um ihre Bedenken auszuräumen, hat die Börse eine Reihe von Zugeständnissen angeboten. Refinitiv ist eine Gemeinschaftsfirma des US-Finanzinvestors Blackstone und des Datenanbieters Thomson Reuters, zu dem die Nachrichtenagentur Reuters gehört. (reuters/dpa-AFX)