Der weltgrößte Reisekonzern TUI erhält ein drittes Rettungspaket mit milliardenschweren Finanzhilfen, auch vom deutschen Staat. Man habe sich mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket von insgesamt 1,8 Milliarden Euro geeinigt, teilte der deutsche Tourismuskonzern am Mittwoch mit.

Dazu gehörten neben einer Bezugsrechtskapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro eine wandelbare stille Einlage des Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes über 420 Millionen Euro und zusätzliche Kreditlinien der staatlichen Bankengruppe KfW über 200 Millionen Euro.

Die Corona-Krise mit ihren Einschränkungen und Reisewarnungen trifft TUI enorm hart. Der Staat stützt den Hannoveraner Reisekonzern bereits mit drei Milliarden Euro. TUI-Chef Fritz Joussen hatte jüngst weitere Staatshilfen nicht ausgeschlossen. Bereits am am Dienstag war berichtet worden, dass die Verhandlungen für ein Rettungspaket auf der Zielgerade seien. (apa/Reuters)