Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle will in den nächsten Jahren für die Senkung seiner CO2-Emissionen 3,2 Milliarden Franken (rund 3 Mrd. Euro) ausgeben. Unter anderem durch die Einführung der regenerativen Landwirtschaft entlang der gesamten Lieferkette soll bis 2050 das Netto-Null-Ziel erreicht werden, teilte der Lebensmittel-Riese am Donnerstag in Lausanne mit.

Bereits bis 2030 will Nestle zudem seinen CO2-Ausstoß auf die Hälfte reduzieren. Am Donnerstag veröffentlichte das Unternehmen deshalb erstmals einen detaillierten Aktionsplan, wie es diese Klimaziele erreichen will. "Die Bewältigung des Klimawandels kann nicht warten", heißt es hierzu von Nestle-Chef Mark Schneider.

Von den erwarteten 3,2 Milliarden Franken an Investitionen werden laut der Mitteilung rund 1,2 Milliarden in die Einführung der regenerativen Landwirtschaft gesteckt. Dadurch sollen etwa die Bodengesundheit verbessert und Ökosysteme wiederhergestellt werden. Nestle beteilige sich an den erforderlichen Investitionen der Bauern und erhöhe im Gegenzug die Abnahmemengen und zahle einen höheren Preis für die Produkte.

Als weitere Maßnahme will Nestle aber auch bei seiner operativen Tätigkeit sparen. So soll künftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien verwendet und umweltschonendere Fahrzeuge angeschafft werden. Auch beim Produktportfolio wolle das Unternehmen mehr "CO2-neutrale Marken" anbieten.

Als Richtwert dient dem Nahrungsmittelkonzern der Treibhausgasausstoß von 2018, der sich auf 92 Millionen Tonnen belief. Die Investitionen werden laut Mitteilung "primär durch operative und strukturelle Effizienzsteigerungen finanziert, um die Initiative ergebnisneutral zu gestalten". (apa/dpa)