Die Kampagne "Make Amazon Pay" gewinnt offenbar an Fahrt. Mehr als 400 Politiker aus 34 Ländern unterstützten die Initiative, teilen die Organisatoren der Aktion mit. Der Zusammenschluss aus 50 Organisationen will den weltgrößten Einzelhändler dazu bringen, die Arbeitsbedingungen im Konzern zu verbessern und sein Steuergebaren offenzulegen. Amazon steht wegen niedriger Löhne und Steuervermeidung in der Kritik. Das Unternehmen weist die Anschuldigungen zurück.

Amazon hat massiv von der Pandemie und dem verstärkten Onlinehandel profitiert. Zum Teil auch auf Kosten stationärer Händler, die vielerorts aufgrund von Lockdowns zeitweise schließen mussten. Die EU-Kommission hat im Vormonat ein Verfahren gegen Amazon eingeleitet, um mutmaßlich wettbewerbswidrige Verhaltenweisen des Konzerns zu prüfen. Amazon bestreitet die Vorwürfe, seine marktbeherrschende Stellung missbrauch zu haben. (reuters/del)