Zum Jahreswechsel geht die Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA) an den Start. Ursprünglich für den 1. Juli dieses Jahres geplant, war der Beginn wegen der Corona-Pandemie um sechs Monate auf den 1. Jänner 2021 verschoben worden. Nach Schätzung der Weltbank könnte die Freihandelszone bis 2035 rund 30 Millionen Menschen von Armut befreien, das Einkommen des Kontinents um 450 Milliarden Dollar (376,45 Mrd. Euro) und die Exporte innerhalb des Kontinents um 81 Prozent steigern.

Der Handel innerhalb Afrikas ist derzeit noch durch hohe Einfuhrzölle und Bürokratie-Hürden erschwert. Experten mahnen daher, dass die Mitglieder die Einigung zügig und konsequent umsetzen müssten. Mit allen afrikanischen Staaten wird AfCFTA einen Markt von 1,2 Milliarden Menschen umfassen und eine der weltgrößten Freihandelszonen sein. Bisher haben fast alle Länder Afrikas das Abkommen unterschrieben, rund drei Dutzend ratifizierten es.

Die geplante Freihandelszone ist nach Angaben der Weltbank wegen der Corona-Krise besonders wichtig. Denn 2020 droht dem Kontinent dem Internationalen Währungsfonds zufolge ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Leistung um mindestens 3,2 Prozent. AfCFTA könne die negativen Folgen der Krise auf das Wirtschaftswachstum abfedern, indem der regionale Handel und Wertschöpfungsketten unterstützt werden, heißt es von der Weltbank.(apa/dpa)