Die Ölpreise haben am Dienstag zugelegt. In der Früh hielten sich die Kursgewinne aber in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 51,23 US-Dollar (41,93 Euro). Das waren 37 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 38 Cent auf 48,00 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten kurz vor dem Jahresende, die auch den Ölpreisen etwas Auftrieb verleihen konnte. Als Ursache für die Kauflaune gilt eine Aufstockung des staatlichen Konjunkturpakets in den USA im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie.

Das US-Repräsentantenhaus hatte am Montag (Ortszeit) für eine Anhebung der Hilfszahlungen an Bürger gestimmt. In der Kongresskammer kam bei einer Abstimmung die nötige Zweidrittelmehrheit zustande, um die Direkthilfen von 600 auf 2.000 Dollar (rund 1.600 Euro) pro Kopf anzuheben.

Die Ölpreise profitierten darüber hinaus von einer Dollar-Schwäche. Wegen der allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten sind vergleichsweise sichere Anlagen wie der Dollar weniger gefragt. Da Rohöl auf dem Weltmarkt in der US-Währung gehandelt wird, macht eine Kursschwäche den Rohstoff in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger, was die Nachfrage stärkt. (dpa)