Der Goldpreis hat das neue Jahr mit kräftigen Kursgewinnen begonnen. Am ersten Handelstag 2021 stieg der Preis für eine Feinunze um etwa 1,5 Prozent auf deutlich mehr als 1.900 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Das Edelmetall erreichte am Montagvormittag an der Börse in London mit 1.928,35 Dollar (1.571,5 Euro) den höchsten Stand seit fast zwei Monaten.

Am Markt wurde der steigende Goldpreis mit der Schwäche des Dollar erklärt. Die US-Währung stand in den vergangenen Handelstagen zu allen wichtigen Devisen unter Druck. Wegen einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten war die Weltreservewährung weniger gefragt. Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine Kursschwäche der US-Währung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger und stärkt damit die Nachfrage.

Nach einem schwachen November konnte der Goldpreis bereits im Dezember um etwa sieben Prozent zulegen. Seit zwei Jahren befindet sich der Goldpreis in einem Aufwärtstrend. In den Jahren 2019 und 2020 durften sich Investoren über Preisaufschläge von jeweils rund 20 Prozent freuen. Extrem niedrige Zinsen und eine beispiellose Geldflut führender Notenbanken im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie sorgen für Nachfrage. Die meisten Experten rechnen auch 2021 mit einer Fortsetzung des Gold-Aufwärtstrends. (dpa)