Die USA werden einem Zeitungsbericht zufolge Sanktionen gegen ein russisches Unternehmen im Zusammenhang mit der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 verhängen. Die Schritte gegen KVT-RUS, Eigentümer des Verlegungsschiffs "Fortuna", würden am Dienstag bekanntgegeben, berichtete das "Handelsblatt" am Montag auf seiner Internetseite ohne Quellenangabe. Die USA hätten am Montag die deutsche Regierung und andere europäische Staaten davon informiert.

Ein Sprecher der US-Botschaft sagte dem Blatt zufolge, zu zukünftigen Sanktionen äußere man sich nicht. Auch die Nord Stream 2 AG habe eine Stellungnahme zu Sanktionen abgelehnt.

Das US-Außenministerium hatte am Mittwoch europäische Firmen vor etwaigen Strafmaßnahmen gewarnt. Durch die 1.200 Kilometer lange Pipeline soll Gas von Russland nach Deutschland und in weitere Staaten strömen. Die US-Regierung warnt vor einer zu großen Abhängigkeit Europas von Russland. Die Amerikaner wollen zudem selbst ihr Gasgeschäft in Europa ausbauen.

Umweltverband legt Einspruch gegen Weiterbau ein

Indes hat das Milliarden-Projekt  mit neuen Widerständen zu kämpfen. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) legte Einspruch gegen den Weiterbau der Ostsee-Leitung beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ein, wie ein Nabu-Sprecher am Montag sagte. Der Einspruch habe aufschiebende Wirkung, so dass zunächst nicht weitergebaut werden könne. Der Nabu hatte den Einspruch am Freitag angekündigt, nachdem das BSH den Weiterbau zunächst genehmigt hatte.

Zu den Finanzierungspartnern für die unter Ägide der Gazprom entstehende fast zehn Milliarden Euro teure Gasleitung gehört neben den deutschen Unternehmen Uniper und Wintershall auch Royal Dutch Shell und der französische Versorger Engie sowie die österreichische OMV. (reuters)