Um Arbeitsplätze während der Corona-Krise zu sichern, haben neun EU-Länder weitere Milliarden aus dem EU-Programm Sure bekommen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Zu den Profiteuren der ersten Auszahlung 2021 zählen Belgien, Zypern, Ungarn, Lettland, Polen, Slowenien, Spanien, Griechenland und Italien. Es ist die insgesamt vierte Tranche des Hilfsprogramms.

Es kann den Angaben zufolge Darlehen in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro an betroffene Mitgliedstaaten vergeben. Ziel ist es, dem plötzlichen Anstieg der öffentlichen Ausgaben für Arbeitsplatzrettung entgegenzuwirken. Es handelt sich um preiswerte Kredite, mit denen Kurzarbeiterprogramme und Hilfen für Selbstständige finanziert werden können.

Für Sure nimmt die EU-Kommission mit Hilfe von Garantien der EU-Staaten Kredite am Finanzmarkt auf und reicht diese weiter. Günstig ist das für jene EU-Staaten, die - anders als Österreich oder Deutschland - am Finanzmarkt selbst mehr Zinsen bezahlen müssten.

Die jetzige Auszahlung umfasst laut EU-Kommission zwei Anleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten, wobei 10 Milliarden Euro im Juni 2028 und 4 Milliarden Euro im November 2050 fällig sind. Die Profiteure müssen aufgrund negativer Rendite "für jeweils 105 Euro, die sie erhalten, bei Fälligkeit der Anleihe 100 Euro zurückzahlen", heißt es. (apa/dpa)