Chinas Dienstleister spüren die zweite Coronawelle und wachsen so langsam wie seit neun Monaten nicht mehr. Das Caixin/Markit-Barometer für die Service-Branche sank im Jänner deutlich um 4,3 auf 52,0 Punkte, wie aus Daten vom Dienstag hervorgeht. Der Index, der die Geschäftstätigkeit der Dienstleister abbildet, liegt damit allerdings immer noch über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Der Jobaufbau verlor spürbar an Fahrt. Exportaufträge legten langsamer zu als zuletzt.

Die Belebung des Wirtschaftszweiges gehe weiter, allerdings deutlich langsamer, sagte Caixin-Experte Wang Zhe. "Einige der befragten Unternehmen erklärten, dass sich der Dienstleistungsmarkt weiter erholt, während viele betonten, dass der Markt durch das Wiederaufleben der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt wurde."

Die chinesische Wirtschaft war 2020 wegen der Coronakrise so langsam gewachsen wie seit über vier Jahrzehnten nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 2,3 Prozent zum Vorjahr zu. Das ist das schlechteste Abschneiden seit 1976, das dem historischen Einbruch zu Jahresbeginn infolge des Corona-Ausbruchs geschuldet ist. 2019 hatte es noch zu einem Plus von rund sechs Prozent gereicht. (apa/reuters)