Europa spielt eine entscheidende Rolle in der Impfstoffproduktion. Schon vor dem Ausbruch des Coronavirus wurden hier jährlich 1,7 Milliarden Impfstoffdosen gegen Infektionskrankheiten produziert. Damit werden 76 Prozent des weltweiten Impfstoffbedarfs abgedeckt, vor Nordamerika (13 %) und Asien (8%). Bisher sind drei Impfstoffe in der EU zugelassen: BioNTech / Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Der US-Konzern Johnson & Johnson hat Mitte Februar die Zulassung seines Impfstoffs bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA beantragt.



Kritik gibt es an Impfstoffherstellern, weil die Liefermengen nicht eingehalten werden und die Versorgung mit Impfdosen schleppend verläuft. Doch die Produktion von Impfstoffen ist hochkomplex und aufwendig. Bis ein Impfstoff fertig im Fläschchen ist, durchläuft er eine Vielzahl von Produktionsschritten an verschiedenen Standorten. Um möglichst schnell möglichst viel Impfstoffdosen bereitzustellen, setzen viele Unternehmen deshalb auf Partnerschaften. Werke werden umgebaut, neue Maschinen angeschafft und für andere Hersteller geöffnet.

Die Karte wurde am 22.2. aktualisiert