Die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Skigebiete in Italien werden ab kommendem Montag wieder öffnen können. Skipisten in der Lombardei, Venetien und Piemont werden ab 15. Februar wieder zugänglich sein, allerdings wird die Zahl der täglich zugelassenen Skifahrer auf 30 Prozent der stündlichen Lift-Kapazitäten beschränkt.

Im Trentino beginnt die Skisaison erst am Mittwoch. Auch das Aostatal an der Grenze zu Frankreich startet am Donnerstag in die neue Saison. Auch hier sind Einschränkungen bei der Zahl der täglich zugelassenen Skifahrer vorgesehen.

Die Skigebiete arbeiten an einer neuen Logistik. So werden Skifahrer aufgerufen, online die Lift-Karten zusammen mit den Tickets für den Parkplatz zu kaufen, um Ansammlungen an den Schaltern zu vermeiden. Es ist das erste Mal, dass in dieser Saison Skifahren in Italien erlaubt wird.

Hütten und Bergrestaurants sind offen

Die Betreiber von Berghütten und -restaurants riefen die Behörden auf, bis 22 Uhr offen halten zu können. Derzeit dürfen sie lediglich bis 18 Uhr Gäste empfangen. "Wir haben in dieser Saison nicht arbeiten können, daher sollten wir jetzt bis 22 Uhr offen halten können. Lokale sind sicher", hieß es in einem Appell des Handelsverbands Confcommercio in der Lombardei.

Die Öffnung der Skigebiete ist in Italien, wie auch in anderen Ländern, äußerst umstritten. Experten warnten, dass dieser Schritt zu früh komme. Der Präsident der süditalienischen Region Kampanien, Vincenzo De Luca, warnte vor einem "gefährlichen" Wochenende, an dem Fasching und der Valentinstag am Sonntag zusammenfallen. Er rief die Behörden zu schärferen Kontrollen gegen Menschenansammlungen auf, um eine Zunahme der Infektionszahlen zu vermeiden.

Die Lombardei war eines der Epizentren beim Start der Corona-Pandemie in Europa. In Italien waren die Zahl der Neuinfektionen zuletzt zurückgegangen, am Mittwoch wurden aber noch immer fast 13.000 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Insgesamt wurden im Land bereits fast 2,67 Millionen Corona-Fälle registriert, mehr als 92.000 Menschen. (apa/afp)