Der erhoffte wirtschaftliche Neustart nach der Corona-Krise beschäftigt am heutigen Montag (15 Uhr) die Eurogruppe. Die Finanzminister der 19 Staaten mit der gemeinsamen Währung beraten die jüngste Konjunkturprognose der EU-Kommission. Diese sagt voraus, dass die Wirtschaft im Euroraum ab dem zweiten Quartal wieder zulegt. Dieses und nächstes Jahr soll jeweils 3,8 Prozent Wachstum erreicht werden.

Thema der Eurogruppe ist zudem die Lage der europäischen Unternehmen. Es wird befürchtet, dass die Pandemie die Zahl der Firmenpleiten in die Höhe treibt. 2020 war dies zumindest in Ländern wie Österreich und Deutschland noch nicht spürbar: Die Zahl der Insolvenzen lag im vergangenen Jahr sogar unter der von 2019. Hintergrund ist aber, dass die Pflicht zur Anzeige der Zahlungsunfähigkeit in der Krise ausgesetzt wurde.

Darüber hinaus werden die Finanzminister beraten, wie der Euro als Weltwährung im Wettbewerb mit dem Dollar weiter gestärkt werden kann. Die Eurogruppe ist ein informelles Gremium zur Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik der Staaten mit der Gemeinschaftswährung. Den Vorsitz führt der Ire Paschal Donohoe. (apa/dpa-afx)