Die norwegische Zentralbank hat den japanischen Getränkekonzern Kirin wegen geschäftlicher Verbindungen zum Militär in Myanmar im Visier. "Kirin hat vor Kurzem erklärt, diese geschäftliche Zusammenarbeit zu beenden, und die Umsetzung dieser Absicht wird im Rahmen der Beobachtung verfolgt werden", sagte die Zentralbank am Mittwoch.

Die Zentralbank erwäge, Kirin aus ihrem 1,3 Billionen Dollar (1,1 Billionen Euro) schweren Staatsfonds auszuschließen, sollte die dem Militär gehörende Myanmar-Brauerei von dem Getränkeriesen nicht aufgegeben werden. Kirin war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das Unternehmen hatte Anfang Februar angekündigt, seine Mehrheitsbeteiligung an der Brauerei wegen des Militärputsches in Myanmar abzustoßen. Kirin wolle aber weiterhin sein Bier in Myanmar verkaufen.

Das Geschäft in Myanmar macht weniger als fünf Prozent des weltweiten Bierabsatzes des japanischen Brauers aus, ist aber einer der wenigen Wachstumsmärkte des Konzerns. Angesichts des rückläufigen Bierkonsums im Inland expandiert Kirin in das Gesundheitswesen und andere Bereiche. (apa, reuters)