Angesichts anziehender Direktinvestitionen aus dem Ausland will China weiter an der Attraktivität des Standorts für ausländisches Kapital arbeiten. Die Volksrepublik wolle sich weiter für ausländische Investoren öffnen und Hürden in Bereichen abbauen, die bisher für nicht-chinesische Geldgeber gesperrt seien, sagte der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, am Donnerstag vor Reportern.

Es gelte, ein "geschäftsfreundlicheres Umfeld" für ausländische Firmen zu schaffen. Doch werde es heuer eine komplexe Aufgabe, mehr ausländische Investitionen ins Land zu holen.

Der Jahresauftakt verlief vielversprechend: Die ausländischen Direktinvestitionen - im Fachjargon FDI genannt - legten im Jänner und Februar zum Vorjahreszeitraum um 31,5 Prozent zu auf 176,76 Milliarden Yuan (knapp 23 Mrd. Euro). Ministeriumssprecher Gao schreibt das Plus allerdings auch dem Effekt zu, dass die Vorjahreswerte relativ niedrig waren und die Erholung der chinesischen Wirtschaft nach der Coronakrise das Vertrauen der Investoren in den Konjunkturausblick gestärkt habe.

Die EU und China hatten Ende 2020 ein Investitionsabkommen besiegelt. Das Abkommen sieht einen besseren Marktzugang von europäischen Unternehmen in China, gleiche Wettbewerbsbedingungen für Firmen beider Seiten und eine nachhaltigere Entwicklung vor. (apa/reuters)