Toronto. (ag/rb) Über der weltweiten Technologiebranche ziehen dunkle Wolken auf. Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) senkte erneut seinen Ausblick und schockierte damit Investoren. Die schwierigen Bedingungen, die im April zu einer Gewinnwarnung führten, dürften fortbestehen, so RIM. Als Grund nannte das Unternehmen Verspätungen bei der Einführung neuer Produkte.

Wegen enttäuschender Gewinnaussichten gerieten auch in Asien führende Elektronikkonzerne an den Aktienmärkten deutlich unter Druck. Der High-Tech-Sektor gilt als Barometer für die weltweite Verbrauchernachfrage.

Auch der Handy-Hersteller Nokia hatte schon einmal bessere Zeiten erlebt: Der einst unangefochtene Platzhirsch konnte wegen der scharfen Konkurrenz durch iPhone & Co bei weitem nicht so viele Telefone verkaufen wie bisher erhofft und zog deshalb Ende Mai zum Schrecken der Anleger seine Geschäftsziele für das Gesamtjahr zurück.

Der tiefe Fall des Handybauers brachte auch Zulieferer Texas Instruments ins Stolpern. TI schraubte seine Erwartungen an Umsatz und Gewinn für das laufende Quartal herunter.