Fed-Notenbanker Thomas Barkin ist optimistisch, dass die Wirtschaft der USA nach der Coronapandemie "kurz vor der vollständigen Erholung" steht. "Die Impfstoffe sind auf dem Vormarsch, die Fallzahlen und Krankenhausaufenthalte gehen zurück. Überschüssige Ersparnisse und fiskalische Anreize sollten dazu beitragen, die aufgestaute Nachfrage der Verbraucher zu finanzieren, die durch die Impfstoffe und das wärmere Wetter freigesetzt wird", sagte er am Sonntagabend (Ortszeit).

Er sei daher zuversichtlich, dass die Erholung der Wirtschaft bald erreicht sei, meinte Barkin, Währungshüter der Notenbank von Richmond. Auch das kürzlich in Kraft getretene Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) habe einen Anstieg der Haushaltseinkommen und Ersparnisse bewirkt, der helfe, den massiven Arbeitsplatzverlust auszugleichen.

Sobald die Pandemie allerdings vorüber sei, sollte sich die Regierung darauf konzentrieren, "die Marktkräfte wirken zu lassen", damit die Politik nicht "die Gründung der Unternehmen von morgen behindert, wenn sie versucht, die Unternehmen von heute zu schützen", warnte Barkin. Die Fed kündigte vergangene Woche an, trotz rosiger Konjunkturaussichten noch länger am Niedrigzins festzuhalten. (reuters)