Aus Volkswagen soll in den USA "Voltswagen" werden. Der Autobauer bestätigte am Dienstag, dass die US-Tochter das "k" in ihrem Namen gegen ein "t" austauschen werde. Mit der ab Mai geplanten Umbenennung in "Voltswagen of America" will der deutsche Konzern in der Heimat des US-Rivalen Tesla seine Absicht unterstreichen, ein ernstzunehmender Anbieter von Elektroautos zu werden. Volt ist die Maßeinheit für Stromspannung. Volkswagen will bis 2025 zum Weltmarktführer bei Elektroautos aufsteigen. Dabei spielen die USA als weltweit zweitgrößter Automarkt eine wichtige Rolle. In den USA hat Volkswagen immer noch mit den Folgen des Dieselskandals zu kämpfen und will seinen Namen aufpolieren.

Ganz ernstgemeint scheint die Namensänderung wenige Tage vor dem 1. April aber nicht zu sein. Vielmehr dürfte ein geschickt platzierter Marketing-Gag dahinter stecken. Denn die zu Wochenanfang angeblich versehentlich verfrüht bekanntgegebene Umbenennung sorgte dafür, dass viele Medien darüber berichteten, darunter auch der US-Nachrichtensender CNBC. Für eine solche Werbung müssen Unternehmen sonst tief in die Tasche greifen.

Volkswagen selbst wählte bei der Bestätigung den Konjunktiv: "Wir tauschen vielleicht unser K gegen ein T aus, aber was wir nicht ändern, ist das Engagement dieser Marke, klassenbeste Fahrzeuge für Fahrer und Menschen überall zu bauen", erklärte Scott Keogh, Präsident und CEO von Voltswagen of America in einer Mitteilung. Die Namensänderung erinnert an eine Aktion von VW aus dem Jahr 2003, als sich Wolfsburg anlässlich der Präsentation des neuen Golf vorübergehend in "Golfsburg" umbenannte. Damals handelte es sich nicht um einen Aprilscherz, die PR-Aktion fand im Sommer und Herbst statt. (reuters)